Wanderungen in der Hardangervidda in Norwegen - unterwegs mit Susi und Ralf :-)
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Die Hardangervidda - Europas größtes Hochplateau - liegt zwischen Bergen und Oslo. Während der Eiszeiten haben
Gletscher das Gebirge abgeschliffen - heute bestimmen weite Ebenen, flache Seen und sanft ansteigende
Gipfel die Landschaft. Schon ab 800 m über dem Meer ist die Vegetation hochalpin, das Klima ist rauh.
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Die Trolltunga (Trollzunge) in der Nähe von Odda ist eine lange Felsnase, die in schwindelerregender Höhe über den
Stausee Ringedalsvatnet ragt. Früher fuhr vom Ort Tyssedal die Mågeliban - eine Standseilbahn mit offenen Wagen -
die aber leider nicht mehr öffentlich betrieben wird.
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Neben der Bahn führt ein steiler Wanderweg in Serpentinen zur Bergstation. Da dieser Weg sehr matschig war,
entschieden wir uns für die Stufen unmittelbar neben der Bahn - nicht enden wollende 2619 Stufen! An der Bergstation
wird der Marsch bis zur Trolltunga mit 3 Stunden angegeben. Von den Wochenendhütten an der Bergstation wanderten wir
in karger Felslandschaft bis zum nächsten Sattel. Wir liefen inzwischen durch Wolken - den spektakulären Ausblick von
der Trolltunga konnten wir vergessen. Deshalb kehrten wir kurzerhand um.
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Eine andere Möglichkeit, in die Hardangervidda zu gelangen, ist die berühmte Flåmbahn. Vom Aurlandsfjord fährt die
Bahn in Kehren und Tunneln bis nach Myrdal (866 m über NN). Die Flåmbahn trifft dort auf die Eisenbahnstrecke Bergen-Oslo.
Wir stiegen in Myrdal um und fuhren in Richtung Oslo bis nach Finse (1.222 m über NN). Finse besteht aus ein paar Hotels
und einigen Hütten - dafür dass Hochsaison war, trafen wir nur sehr wenig Menschen.
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Im Winter herrschen in der Hardangervidda arktische Verhältnisse: Roald Amundsen trainierte auf dem Hardangerjøkul
(Jøkul = Gletscher) für seine Polarexpeditionen. Auch der Sommer ist nicht warm. Wir hatten 6° und Regen. Wir wanderten
ein Stück um das Finsevatnet – immer mit Blick auf den Hardangerjøkul. Etwas Mut braucht man beim Überqueren der
Hängebrücken, diese provisorischen Brücken werden für die Dauer des kurzen Sommers – von Juli bis Anfang September –
über die Flüsse gebaut. In Finse kann man eine Hardangervidda-Nord-Süd-Durchquerung starten: In sieben Tagen wandert
man bis Haukeliseter und übernachtet in Hütten oder im Zelt.
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Wer die "Elemente" mag, dem werden Wanderungen in der Hardangervidda gefallen. Wir waren begeistert von Landschaft,
Klima und Vegetation.
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